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Notfallseelsorger betreuen Verunglückte, Angehörige und Retter:

Erste Hilfe für die Seele in Not

Ein Unfall mit tödlichem Ausgang auf einer Bundesstraße. Für Polizei und Rettungsdienste fast schon Routine. Der Fahrer des Unglückswagens steht unter schwerem Schock, dem Ehemann der Verunglückten muss die Todesnachricht überbracht werden. Wer richtet ihm die furchtbare Schreckensbotschaft aus und wer steht ihm in seiner schwersten Stunde bei? Wer kümmert sich um den Unglücksfahrer, der regungslos und apathisch in seinem Auto sitzt? In solchen Krisensituationen, wenn Sanitäter und Notärzte, Feuerwehrleute oder Polizeibeamte nicht mehr helfen können, werden sie gerufen: die Notfallseelsorger (NFS).

Seit rund zehn Jahren ist immer einer von 18 ehrenamtlichen Helfern für einen Einsatz im Kreis Paderborn in Rufbereitschaft. Wenn Polizisten eine Todesnachricht überbringen, begleiten die Notfallseelsorger sie häufig auf ihrem schweren Weg. Bei Unfällen, Suizid oder plötzlichem Kindstod sind sie dabei und spenden Trost. In Krisensituationen, bei Katastrophen oder Gewaltverbrechen leisten sie den Bedrängten Beistand, halten Schwerstverletzten oder Sterbenden die Hand, versuchen Angst und innere Not abzubauen und seelisch zu entlasten. Immer dann, wenn Menschen mit einer Belastung allein nicht mehr fertig werden, holen Feuerwehrleute, Polizisten, Notärzte oder Rettungssanitäter sie zu Hilfe. Und wenn sie dann zum nächsten Einsatz müssen, bleibt der Notfallseelsorger als Gesprächspartner zurück.

Der Notfallseelsorger arbeitet ergänzend zu den Rettungsdiensten und versucht, seelische "Erste Hilfe" zu leisten. Der Bedarf nimmt zu, weil auch die Retter immer mehr diese Unterstützung anfordern. Auch die Retter selbst, ob Feuerwehrleute, Polizisten oder Sanitäter, können die seelische Hilfestellung nach gravierenden Einsätzen mit schlimmen Bildern in Anspruch nehmen. Manche brauchen lange, um nach psychisch belastenden Einsätzen die schrecklichen Eindrücke zu verarbeiten. Notfallseelsorger können durch ihr Gesprächsangebot zur Abwehr von Folgeschäden im psychischen Bereich beitragen.

Ihren Aufgaben entsprechend unterziehen sich die Notfallseelsorger einer fundierten fach- und tätigkeitsbezogenen Grundausbildung mit Themen zur Gesprächsführung, Stressbewältigung, Rettungsorganisation und zu allen psychologischen und praktischen Fragen. Und ohne psychische Stabilität und Belastbarkeit, geistige Flexibilität, Kritikbereitschaft und Lernfähigkeit kommt es erst gar nicht zur Ausbildung. Ferner wird Eigenverantwortlichkeit und Teamfähigkeit vorausgesetzt. Wichtig ist auch, dass Notfallseelsorger sensibel sind für eigene und fremde Gefühle und bereit, andere Menschen vorurteilsfrei anzunehmen. Sie müssen auch psychisch stabil und belastbar, geistig flexibel, kontaktbereit und lernfähig sein.

 

Notfallseelsorger - eine nicht einfache aber wichtige Aufgabe in einer rauer werdenden Zeit!

Das NFS-Logo und seine Bedeutung

Das NFS-Logo

Das Logo der Notfallseelsorge

Der rote Kreis symbolisiert unsere Welt mit all ihren Nöten. Rot ist die Farbe des Bluts der vielen Verletzten und Getöteten, mit denen wir in den Notfällen zu tun haben.


Vor dem roten Kreis sehen wir das Sternenkreuz. Das Kreuz ist das universelle Symbol aller Christen. Es steht für unseren Glauben an die Auferstehung und an den Sieg von Jesus Christus über den Tod. Der Stern ist das Zeichen der Hoffnung.


Das Sternenkreuz reicht über den roten Kreis hinaus. Das bedeutet: Notfallseelsorge will in dieser Welt helfen, aber sie ist nicht in dieser Welt gefangen. Wir leben genau so in der anderen Realität und auf diese andere Realität hin, die all unser Wissen und Verstehen überschreitet: Gott.